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Wie man gute psychische Hilfe findet – Und was man selbst tun muss, damit sie wirkt

Für viele von psychischen Problemen betroffene Menschen stellt sich erst nach Monaten oder sogar Jahren heraus, dass sie zu viel Zeit und Geld für wenig hilfreiche Angebote verschwendet haben. Nicht selten geht es dabei sogar um Summen jenseits von 10.000 Euro.

 

Das kann Ihnen erspart bleiben mit der Hilfe dieses Leitfadens, denn er zeigt Ihnen exakt, wie Sie die besten Angebote von Psychotherapie und anderen Formen psychischer Hilfe finden können, und zwar nicht erst nach Jahren von Selbsterfahrungen und schmerzvollen Irrtümern, sondern schon bevor es zu einem ersten persönlichen Termin kommt.

Sie erfahren hier unter anderem

  • Entscheidende Merkmale, um Angebote schon vor der ersten Kontaktaufnahme sinnvoll selektieren zu können

  • Anzeichen, um Scharlatane und Kurpfuscher zu erkennen

  • Warum man sich nicht immer auf Empfehlungen, Sympathie und Ausbildungen verlassen kann

  • Warum auch Psychotherapie oft nicht hilft

  • Wie psychische Hilfe »wirkt« und welche Verantwortung Hilfesuchende selbst haben, damit sich ein Erfolg einstellt

  • Konkrete Merkmale, damit Sie den Erfolg psychischer Besserung erkennen können

  • Was Sie tun können, wenn sich der erwünschte Erfolg nicht einstellt.

Umfang dieses E-Books: Das PDF enthält 72 DIN A4 - Seiten. Eine Ausgabe als Taschenbuch hätte ca. 100 Seiten.

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Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum es schwierig sein kann, gute psychische Hilfe zu finden

  2. Beginnen Sie mit einer Liste

    • Erläuterungen über Modelle und Methoden

  3. Achten Sie auf Spezialisierungen

  4. So erkennen sie unseriöse Wirksamkeitsversprechen und Prognosen

  5. Ausbildungen, Erfahrungen und Lebensweisheit

    • Weitere Anmerkungen zum Heilpraktiker und anderen alternativen Bereichen

  6. Psychiatrie und Psychopharmaka

  7. So verhalten sich gute Anbieter

  8. Merkmale von Anbietern, die man meiden soll

  9. Preisgestaltung als Indikator für Qualität

  10. Soll mein Therapeut spirituell sein oder nicht?

    • Warum Menschen durch das Leiden oft spirituell werden

  11. Anrufe, Terminvereinbarungen und erste Sitzungen

  12. Verträge

  13. Die Sache mit den Diagnosen

  14. Wann soll sich ein Erfolg einstellen und woran erkennt man ihn?

    • Verstehen, wie psychische Hilfe »wirkt«

    • Merkmale psychischer Heilung

    • Dokumentation

  15. Jede Sitzung soll helfen

  16. Lösen statt kämpfen

  17. Kopf und Körper

  18. Aspekte zur Opferrolle

  19. Zusätzliche Mittel

  20. Thematische Offenheit

  21. Unterforderung vs. Überforderung

  22. Misserfolg und Abbruch

  23. Selbsthilfe und Selbsttherapie

Warum es schwierig sein kann, gute psychische Hilfe zu finden

 

»Einen Psychotherapeuten zu finden ist eine unglaubliche Herausforderung. Weder die Ausbildung noch das berufliche Interesse eines Therapeuten garantieren seine Fähigkeiten. Zudem kann man nicht annehmen, dass ein älterer, erfahrener Therapeut mehr Kompetenz hat als ein jüngerer, unerfahrener. Langerfahrene Therapeuten neigen oft dazu, sich stur an überholte Konzepte zu klammern.«

Dr. Terence Campbell, amerik. Psychotherapeut, 1943 - 2015[1]

 

Betroffenen Menschen wird oft nur gesagt, sie sollten sich professionelle psychische Hilfe suchen und ihre Probleme seien behandelbar, aber es werden ihnen meistens viele wichtige Details nicht gesagt, zum Beispiel dass die Therapie- und Beratungsangebote in ihrer Qualität unterschiedlich sind und wie man diese Unterschiede erkennen kann.

 

Passende psychische Hilfe ist schon allein deshalb schwieriger zu finden als gute körperliche Medizin, weil man als Klient gegenüber einem psychischen Begleiter ein höheres Maß an Vertrauen und Sympathie haben muss, als gegenüber einem körperlichen Arzt.

 

Anbieter nach Sympathie zu beurteilen ist also unumgänglich, aber nicht immer ausreichend. So kann es zum Beispiel sein, dass man als Hilfesuchender auf einen Anbieter trifft, der sich zwar sehr gut mit der Lösung psychischer Leiden auskennt, mit diesem Anbieter jedoch nicht weiterkommt, weil sich kein Vertrauensverhältnis bildet. Andererseits kann es sein, dass eine gute Vertrauensbasis entsteht, aber die angebotene Hilfe fachlich nicht gut ist.

 

Gefühle von Vertrauen und Sympathie können aus verschiedenen Gründen auch täuschend sein. So vertraut man möglicherweise einem Anbieter, weil man gewisse negative Signale übersieht oder unbewusst übersehen will.

 

Mein erster Therapeut war beispielsweise sehr charismatisch und ehemaliger Abteilungsleiter in einer psychotherapeutischen Klinik. Außerdem ging er gerade in Pension, weshalb ich mir dachte, ich hätte es mit einem äußerst erfahrenen Therapeuten zu tun. Ich hatte blindes Vertrauen in ihn, aber er war – trotz Approbation – extrem fixiert auf offiziell nicht erlaubte Methoden, die bei mir überhaupt nicht fruchteten. Heute würde ich ihn eher als »Guru« in einem negativen Sinn bezeichnen. Andere Menschen nicht ordentlich einschätzen zu können ist ein typisches Problem bei psychischen Leidenszuständen.

 

Was ist mit Empfehlungen? Empfehlungen sind grundsätzlich sinnvoll, aber auch nicht immer ausreichend. Denn ein Anbieter mag für die empfehlende Person sympathisch und hilfreich gewesen sein, muss es aber deswegen nicht auch für andere Menschen sein. Außerdem hat es oft weniger mit den fachlichen Fähigkeiten eines Anbieters zu tun, wenn Klienten von ihren aktuellen oder ehemaligen Anbietern begeistert sind. Wenn man eine Empfehlung bekommt, dann sollte die empfehlende Person auch konkret und tiefgründig erläutern können, warum der von ihr empfohlene Anbieter ihrer Meinung nach wirklich empfehlenswert ist. Warum auch Ausbildungen und Approbationen keine Garantien für gute Leistungen sind, wird später näher erläutert.

 

Schließlich ist die Nachfrage nach psychischer Hilfe größer als das Angebot, was auch einer der Gründe für die hohen Preise ist. Als Begründung heißt es dafür meistens, der Bedarf sei einfach sehr hoch und eben auch höher als das Angebot. Nachfrage und Bedarf sind aber nicht immer dasselbe. Mit anderen Worten: Betroffenen Menschen wird heute fleißig eingeredet, sie bräuchten alle möglichen Therapien und Beratungen. Das führt dann auch dazu, dass sich viel mehr Menschen von Therapieangeboten abhängig fühlen, als es vielleicht tatsächlich der Fall ist. Ja, viele betroffene Menschen brauchen dringend gute Therapie, aber in sehr vielen Fällen wären gute Hilfen zur Selbsthilfe ausreichend. Mehr zum Thema Selbsthilfe erfahren Sie im letzten Kapitel dieses Buches.

 

Was Ihnen wirklich Sicherheit am »Psychomarkt« gibt ist die Fähigkeit, selbst beurteilen zu können, was gute und weniger gute psychische Hilfe voneinander unterscheidet, und das auch schon dann, wenn Sie auf der Homepage eines Anbieters stöbern, wenn Sie sich telefonisch bei ihm erkundigen und wenn Sie die ersten Sitzungen haben. Dazu hilft Ihnen dieser Leitfaden. Er ist nicht nur auf Psychotherapie anwendbar, sondern auch auf andere Formen psychischer Hilfe.

 

Nachdem aber das beste Angebot nutzlos bleibt, wenn Hilfesuchende es nicht annehmen, werden Sie hier auch erfahren, was es bedeutet, psychische Hilfe »anzunehmen« und welche Verantwortung Betroffene selbst haben, damit sie von einem guten Angebot auch tatsächlich einen Nutzen ziehen.

Beginnen Sie mit einer Liste

 

Beginnen Sie nicht einfach damit, mögliche Anbieter wahllos anzurufen, sondern mit einer übersichtlichen Liste, die Sie am besten mit dem Computer erstellen, zum Beispiel mit der Tabellenfunktion von MS Word oder mit MS Excel.

 

Fragen Sie sich hier auch von Anfang, ob Sie einen männlichen Anbieter oder eine weibliche Anbieterin bevorzugen. Fall Sie hier eine Präferenz haben, nehmen Sie nur entsprechende Anbieter in Ihre Liste auf.

 

Manche meinen, man solle sich gleich zu Beginn für eine Psychotherapie-Methode entscheiden. Das kann man machen, es kann aber auch schwierig sein, weil man als Anfänger eventuell noch nicht beurteilen kann, welche Methoden passend sind. Außerdem sind die Methoden nicht so entscheidend für den Erfolg.

 

Meiner Erfahrung nach ist es auch problematisch, wenn Therapeuten auf einzelne Methoden fixiert sind. Zum Beispiel ist Verhaltenstherapie allein, mit der man besonders in Deutschland recht euphorisch ist, oft völlig unzulänglich. Aber es ist beispielsweise bei Ängsten meistens auch unerlässlich, angstauslösende Situationen zu konfrontieren, was an sich ein verhaltenstherapeutisches Vorgehen ist. Gute Therapeuten arbeiten meiner Erfahrung nach mit mehreren Richtungen, die sie dann individuell passend kombinieren.

 

Wenn Sie sich in die Therapiemethoden einlesen wollen, empfehle ich Ihnen die Seite https://www.psyonline.at/methoden. Hier sind auch die drei zurzeit in Deutschland anerkannten Methoden enthalten (Stand 03/2020): Verhaltenstherapie (VT), Analytische Psychotherapie und die Tiefenpsychologisch Fundierte Psychotherapie. Inoffiziell arbeiten jedoch sehr viele Anbieter auch mit anderen, offiziell nicht anerkannten Methoden.

 

Ansonsten rate ich vorerst eher dazu, sich danach zu richten, welche psychischen Probleme Sie haben und ob Anbieter auf diese Probleme spezialisiert sind.

 

Und Vorsicht wegen der Kosten: Wenn Sie nicht selbst zahlen können, müssen Sie darauf achten, für welche Anbieter die Kosten übernommen werden und falls ja, in welchem Ausmaß.

 

Machen Sie sich also eine übersichtliche Liste von möglichen Anbietern mit

  • Namen, Kontaktdaten und Adresse

  • Telefonsprechstunden

  • Homepage

  • Schwerpunkte (Spezialisierungen) und Therapiemethoden (falls Sie daran interessiert sind)

  • Infos zu den Kosten: Werden diese übernommen und wenn ja, in welchem Ausmaß?

  • Anfahrtsstrecke, Anfahrtszeit, Erreichbarkeit

  • Weitere Daten, die Sie für wichtig oder sinnvoll halten, zum Beispiel: Will ich lieber einen spirituellen oder atheistischen Anbieter? Oder: Habe ich Empfehlungen über jemanden erhalten?

 

Bedenken Sie, dass psychische Hilfe auch über das Internet möglich ist. In Deutschland und Österreich ist Internet-Psychotherapie zwar bisweilen verboten, aber die Realität des Lebens ist eine andere: Psychische Hilfe und Heilung sind grundsätzlich nicht davon abhängig, einem Helfer in einem Raum gegenüber zu sitzen. Daher ist Online-Psychotherapie in einigen Ländern bereits erlaubt. Es ist Geschmacksache und Sie dürfen selbst entscheiden, ob Sie Online-Hilfe in Anspruch nehmen wollen oder nicht.

 

Wo können Sie suchen? Es gibt ein paar zentrale Register, die viele Therapeuten auflisten, aber diese enthalten meiner Erfahrung nach nicht alle Anbieter. Wenn Sie also eine vollständige Übersicht der regionalen Anbieter haben wollen, sollten Sie nicht nur die Suchportale im Internet verwenden, sondern auch Branchenverzeichnisse, lokale Register bei Krankenkassen oder bei der Suche auf Google ihre Stadt oder Region dazu angeben. Die gängigen Register sind leicht auf Google zu finden mit Keywords wie »Psychotherapeuten Suche« oder »Klinische Psychologen Verzeichnis«.

Ende der Leseprobe

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