Psychische Gesundheit – 2 Prinzipien und Merkmale

 
 
 
 

Heilen kann nur der eigene Körper, die Seele und der Geist. Andere Menschen oder Dinge können dazu helfen.

Dr. Ebo Rau, deutscher Mediziner, geb. 1945

Die psychische Heilung des Menschen beruht im Grunde nur auf 2 Prinzipien, aber warum sind diese Prinzipien so wenig bekannt? Weil wir insgesamt – sowohl Patienten als auch Ärzte und Therapeuten – die Aufmerksamkeit zu sehr darauf lenken, die Symptome zu bekämpfen. In diesem Artikel geht es mehr um ein ursächliches Verständnis über Heilung und Gesundheit.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist nicht als Anleitung zu irgendeiner Art von Selbstbehandlung gedacht. Er ist auch nicht als Aufruf zu verstehen, eine laufende ärztliche Behandlung eigenwillig abzubrechen oder eine geplante Behandlung leichtfertig aufzugeben.

Inhalt

Unterschiede zwischen Therapie und Heilung

 

Die Begriffe Therapie und Heilung werden oft gleichbedeutend verwendet. Es macht jedoch Sinn, deren Unterschiede zu kennen. Wenn Therapie nicht wirkt, dann war es nur versuchte Therapie, also Therapie ohne erwünschte Heilwirkung. Allein hieran zeigt sich, dass Therapie nicht das gleiche wie Heilung sein kann. Nur wenn Therapie wirkt, dann hängen Therapie und Heilung bzw. »Heilgeschehen« mehr oder weniger eng zusammen, so kann man von »Heiltherapie« oder »Heilbehandlung« sprechen. Dann sieht es so aus, als habe die Therapie einen Menschen »geheilt«.

 

Aber was geht hier wirklich vor? Geht es mir durch die Einnahme eines Medikamentes besser, so scheint es, als würde mich dieses Mittel heilen. Je nach Krankheitsfall tragen Medikamente und andere Behandlungen jedoch oft nur einen kleinen Teil zur Heilung bei, oder sie regulieren nur die Symptome. Eine Operation beispielsweise kann zwar ebenso lebensrettend sein wie ein Antibiotikum. Aber jeder vernünftige Arzt weiß, wie auch die wenigen echten »Heiler« dieser Welt, dass der Mensch die komplexen Vorgänge des Körpers nicht direkt herstellen kann. Ein guter Arzt, der auch auf seine Wortwahl achtet, sagt daher nicht, er habe jemanden geheilt oder er könne jemanden heilen.

 

Der Mensch kann genau so wenig heilen, wie er keine Lebewesen und Pflanzen herstellen kann. Das kann nur die Natur. Der Mensch kann diese Natur nur beeinflussen, also fördern, vernachlässigen oder blockieren. Therapie oder Behandlung ist der Versuch, die Natur des Menschen zu fördern. Wenn ich eine Salbe und ein Pflaster auf eine Wunde gebe, so fördern diese zwar den Heilungsprozess, aber wer oder was heilt? Salbe, Pflaster und Schonung sind Therapiemaßnahmen bzw. Medizin. Aber es kann immer nur die Natur des Menschen selbst sein, die alles wieder »ganz« macht und dann auch ohne Therapie wieder stabil bleibt.

 

Wenn es etwa heißt, jemand »hat mich« oder »ich habe mich« geheilt, so kann dies genau genommen nur bedeuten, jemand hat mich behandelt oder ich habe selbst körperlich und/oder psychisch etwas getan (gehandelt). Aber die eigentliche Heilung kann genau genommen nur eine »Selbstheilung« sein, und zwar in dem Sinne, dass die Heilung von innen her »selbst« von der Natur (des Körpers) erfolgt. Daher ist beispielsweise die Aussage »wer heilt hat Recht« in sich falsch. Wenn schon, dann müsste es etwa heißen: »Wer gute Therapie macht hat Recht, wenn die Heilung tatsächlich auf die Therapie zurückgeht.«

 

Es geht hier nicht darum, die Wichtigkeit von Therapiemaßnahmen zu schmälern. Therapien können nötig sein, um überhaupt zu überleben. Aber warum ist es so wichtig, besser zu verstehen, was Heilung wirklich bedeutet? Erstens, um die wirklichen Ursachen und somit auch die wirklichen Lösungsmöglichkeiten besser zu erkennen.

 

Der zweite Grund ist ein psychischer, der aufgrund der Placebo-Forschung heute auch von der wissenschaftlichen Seite her mehr beachtet wird. Wer krank ist und davon überzeugt ist, er könne nur von außen geheilt werden, ist abhängig, und eine solche Abhängigkeit erzeugt Stress, der den Heilungsprozess behindern kann. Bei vielen Leidenszuständen ist das Ohnmachtsgefühl natürlich nicht nur Einbildung, sondern real. Man ist ja tatsächlich abhängig von Fremdhilfe. Aber auch in einer solchen Situation kann es helfen, sich bewusst zu machen, dass – so wichtig eine Hilfe von außen sein kann – die Heilung immer nur durch ein Zusammenspiel der eigenen natürlichen Kräfte und der Fremdhilfe erfolgen kann.

 

Heilende Medizin beginnt mit »Lösung«

 

Wenn man sich vor Augen hält, warum die meisten Krankheiten entstehen, dann ist es auch einfacher zu erkennen, worauf es bei der Heilung ankommt. Die meisten Krankheiten entstehen – wie der berühmte Arzt Hippokrates es sagte – durch »Sünden« gegen die Natur. Daher sind zur Heilung oft gar keine besonderen Extras von außen nötig, sondern vor allem die Auflösung der »Sünden«, die Auflösung des Schädlichen, also dessen, was die natürliche Harmonie innerhalb des Menschen und in dessen Leben blockiert. Tatsächlich ist auch »Sünde« nur ein anderes Wort für Trennung. So kann man den Zustand einer Krankheit als einen Zustand sehen, in dem man von natürlichen Kräften »getrennt« ist. Abgesehen von Akutfällen beginnt wirkliche Medizin deshalb nicht damit, etwas zu bekämpfen oder in den Menschen hineinzupumpen, sondern mit der Auflösung des Schädlichen bzw. dessen, was die »Trennung« oder »Blockade« verursacht.

 

Gesundheitsforscher und Mediziner sagen uns schon seit Jahrzehnten, dass ein Großteil der körperlichen und psychischen Leidenszustände vermeidbar wäre und diese nur deshalb existieren, weil Menschen nachlässig mit sich umgehen und daher die Ursachen von Krankheiten nicht vermeiden. So etwas zu behaupten hat nichts damit zu tun, Menschen für ihre Leidenszustände zu beschuldigen. Es geht hier nicht um Schuld oder Verurteilung, sondern um wichtige Lernprozesse und Veränderungen.

 

Ein Großteil der menschlichen Leiden entsteht durch Blockaden, die dazu führen, dass die Natur des Menschen nicht so fließen kann, wie sie will und eigentlich könnte. Körperliche Blockaden können entstehen durch Belastungen aus Umwelt und Nahrung, oder auf passive Art, indem der Mensch nicht das bekommt, was er braucht, also beispielsweise genug reines Wasser, gute Nahrung oder ein Mindestmaß an gesunder Bewegung in der Natur.

 

Die meisten psychischen Probleme entstehen vor allem dann, wenn Menschen nicht aus Zuständen der Unruhe, der »Anstrengung« oder »Belastung« herauskommen, wobei sich das auch allein in Gedanken abspielen kann, also ohne direkte Belastungen von außen her. Typische psychische Belastungen sind: Ungeklärte Belastungen aus der Vergangenheit (zum Beispiel über Zurückweisungen von den Eltern); Unsicherheit in wichtigen Dingen des Lebens, zum Beispiel in Bezug auf die Fähigkeit, mit anderen Menschen besser auszukommen (Beziehungsfähigkeit, Abgrenzungsfähigkeit); finanzielle bzw. materielle Situationen des Mangels und der Unsicherheit. Je mehr solche Faktoren ungelöst sind, umso eher neigt man dazu, sich die nähere und spätere Zukunft entsprechend negativ auszumalen, wodurch man das Leben generell eher belastend wahrnimmt, so, als könnte man »nie ankommen«, nie zufrieden und nie sicher sein. Dadurch bleibt man automatisch im »Unfrieden«, in der Angst und der Anstrengung. Das Nervensystem bleibt angespannt.

 

Natürliche Therapie bedeutet vor allem, Krankheitsursachen bzw. Widerstände gegen die Natur zu lösen, damit die Natur wieder in ihre Ordnung und Kraft kommt. Es ist kein »Heinein«, sondern ein Vorgang des »Heraus«, der Öffnung und »Erlaubnis«. Wirkliche Therapie ist etwa so, als würde man von einem ständig strahlenden Licht die Abdeckung entfernen, damit es wieder durchstrahlen kann.

 

Warum das Kämpfen die Heilung und Gesundheit blockieren kann

 

In unserer Mentalität ist die Einstellung sehr verbreitet, man müsse Leidenszustände bekämpfen. Es kann zwar unterschiedlich sein, was man unter einem Kampf versteht und ein Kampf kann nötig sein und etwas Gutes haben. Aber meistens wird dieser Begriff wohl eher als Reizwort wahrgenommen. Er provoziert eher Angst und Anstrengung, und somit Stress, der die Heilung behindern oder vielleicht sogar völlig verhindern kann.

 

Heilung kann erfolgen, wenn sich Blockaden lösen und natürliche Prozesse wieder in den »Fluss« kommen. Dazu müssen Bedürfnisse erfüllt werden, wie etwa der Bedarf an Sauerstoff, Wasser, Nahrung und Bewegung. Psychische bzw. seelische Bedürfnisse sind vor allem: Geborgenheit bzw. Sicherheitsempfinden, Selbst- und Lebensvertrauen, Zufriedenheit, menschliches Zugehörigkeitsempfinden (Einheit, Gemeinschaft, Verbundenheit, »Heimat«), Freude, Sinnhaftigkeitsempfinden. Gegenteilige Zustände davon sind vor allem Unruhe, Angst und Ohnmacht, zum Beispiel durch belastende Mitmenschen, unsichere Lebensumstände, Selbstunsicherheit durch Unklarheit und Fähigkeitslücken, übermäßig negative Sichtweisen oder Einsamkeit. Derartige Stresszustände rauben dem Körper Ruhe, die er besser für seine Genesung brauchen könnte.

 

Wenn man nun einen Leidenszustand als solchen feststellt und zusätzlich ein geistig-emotionales Dagegensein errichtet, dann bedeutet das nur zusätzlichen Stress, auch wenn man dies nicht bewusst spürt. Es ist – besonders bei psychischen Leiden – etwa so, als würde man Feuer mit Feuer löschen wollen. Daher kommt beispielsweise auch beim Begriff »Antidepressiva« ein problematisches Denken über Krankheit und Heilung zum Ausdruck.

 

Symptome zu bekämpfen ist manchmal nötig, damit ein Krankheitsgeschehen nicht aus dem Ruder läuft oder wenn es sonst keine Möglichkeiten gibt. Ansonsten sollte gute Therapie nicht »dagegen«, sondern »dafür« sein – nicht für das Leiden an sich, sondern für die Lösung des Schlechten und die Unterstützung des Guten. So spricht man etwa auch von »Fürsorge«. Menschen, die wirklich frei wurden von gesundheitlichen Problemen und auch wissen weshalb, sprechen daher meistens nicht davon, sie hätten ihre Probleme bekämpf oder besiegt, sondern gelöst, kuriert, ausgeglichen oder – besonders bei psychischen Problemen – »integriert«.

 

Nicht zu »kämpfen« soll jedoch nicht bedeuten, sich aufzugeben. Von einer stressvollen Kampfhaltung zu unterscheiden ist ein positives, zwangloses Streben nach Besserung. Es kann ein zuversichtlicher Ehrgeiz, ein Eifer oder eine Hingabe nötig sein, um in der Therapie und Entwicklung voranzuschreiten, aber dieses Streben sollte überwiegend zwanglos und von einer positiven Aussicht geprägt sein, ansonsten reproduziert man ständig das, was man eigentlich lösen soll.

 

Zwischen körperlicher und psychischer Heilung gibt es also von den Prinzipien her keine Unterschiede, weil Therapie und Heilung immer jene wechselseitigen Prozesse sind, wo der Mensch versucht, das Schädliche zu lösen und das Gute zu fördern, damit die Heilung von der Natur vollzogen werden kann.

 

Unterschiede existieren bei der Therapie: Der Körper erledigt viele Prozesse von selbst und braucht dazu häufig »nur« eine äußere oder technische Unterstützung: die Lösung schädlicher Einflüsse (z. B. durch Nahrung), ein Medikament oder eine manuelle Behandlung. Daher kann man bei körperlichen Problemen als Patient während der Behandlung oft eher passiv bleiben. In die Psyche und das Leben eines Menschen können andere Menschen und Medikamente jedoch nicht so eingreifen, wie etwa ein Medikament oder ein Chirurg in den Körper. Hier haben betroffene Menschen eine weitaus höhere Selbstverantwortung, um erwünschte Änderungen zu erreichen. Daher können psychische Therapeuten und Berater meistens nur eine Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Psychische Heilung und Gesundheit – Merkmale

 

Die Ansichten darüber, was einen gesunden Menschen ausmacht, sind auch unter Experten unterschiedlich. Heilung ist ein Prozess. Gesundheit ist das Ergebnis der Heilung und ein Zustand, wobei es verschiedene Grade der Gesundheit geben kann. Häufige Merkmale von Gesundheit sind Stabilität und Widerstandskraft. Die Gegenteile davon sind Labilität und Empfindlichkeit bei Krankheit. Es kann aber zum Beispiel auch sein, dass ein Mensch »stabil« ist, also »funktioniert« und sein Leben zumindest technisch meistert, aber gewisse psychisch bedingte Probleme hat und nicht gerade glücklich ist. Besonders in Bezug auf psychische bzw. seelische Gesundheit dürfte daher die Stabilität nicht das einzige oder hauptsächliche Merkmal sein.

Wenn man nach psychischer Gesundheit strebt, egal ob durch reine Selbsthilfe oder auch durch eine Art Fremdhilfe, sollte man erkennen, ob und weshalb es zu einer Besserung kommt. Typische Merkmale dafür sind:

  • Die Dauer, Häufigkeit und Intensität der Symptome nehmen ab, also beispielsweise Trauer, Einsamkeit, Gefühlsleere, Rückzug, Konflikte mit anderen Menschen, Erschöpfungszustände, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Ärger, Hass, Angstzustände, Panikattacken, Beklemmungen oder andere psychosomatische Symptome. Durch die Reduktion der Symptome wird das Lebensempfinden und die Bewältigung des Alltags leichter, angenehmer oder sogar freudvoller.

  • Man kann das Leben besser verstehen, vor allem das Wesen des Menschen und somit sich selbst, die menschlichen Beziehungen und schwierige Ereignisse der Vergangenheit, zum Beispiel Ablehnungen und Kränkungen. In der Folge wird es auch möglich, mit anderen Menschen besser auszukommen, also mehr zwischenmenschliche Sicherheit und Erfüllung zu verspüren, aber auch, sich von unpassenden Menschen besser abzugrenzen.

  • Man kann das Leben passender gestalten und mit anderen Menschen, der Arbeitssituation und anderen äußeren Umständen zufriedener sein. (Beziehungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Kohärenzgefühle.)

  • Man erkennt gewisse unechte Verhaltensgewohnheiten und »Rollenspiele«. Stattdessen wird man »echter« bzw. authentischer, wodurch man sich besser und sicherer fühlt. Man hat das Gefühl, man kommt mit sich selbst »ins Reine«.

  • Das eigene Wohlbefinden und Gefühle wie Geborgenheit, Dankbarkeit und Freude werden weniger abhängig vom (fehlerhaften und kritischen) Verhalten anderer Menschen und von sonstigen äußeren Dingen. Man gewinnt eine gewisse »Hoheit« über das eigene Empfinden.

  • Man wird gelassener und erreicht mehr ein Empfinden, wie es glückliche Kinder haben.

  • Man ist weniger im übermäßigen (negativen) Denken, in der Anstrengung, im Kämpfen, Ärgern, Kritisieren, »Müssen« und »Brauchen«, sondern mehr in einer gesunden Gleichmütigkeit, aber deshalb nicht in einer Abgestumpftheit oder im Desinteresse.

  • Es entsteht vermehrt ein Gespür für das »bedingungslos Erfüllende« und das »Heilige« des Lebens; für das, was wirklich wichtig ist im Leben.

  • Man hat ruhigere Phasen, in denen man sich gut fühlt, ohne etwas Besonderes zu brauchen oder erreichen zu wollen.

  • Mehr Stabilität und Selbsthiflefähigkeit in schwierigen Phasen.

  • Das Gefühl, niemandem etwas schuldig zu sein und dass einem (selbst) andere nichts schuldig sind. (Es können längere Prozesse von Reue, Vergebung und Ausgleich bzw. »Sühne« nötig sein.)

  • Das Empfinden, dass das Leben richtig und sinnvoll ist.

  • Ein tieferes, körperlich spürbares Lebensvertrauen, auch wenn manches nicht so ist, wie man es gerne hätte.

 

Insbesondere dann, wenn man Fremdhilfe in Anspruch nimmt, dann sollte diese kein schwammiges »Experiment« sein. Positive Wirkungen können zwar unbewusst eintreten, wie etwa auch spontane Heilungen unbewusst erfolgen können. Aber hier geschieht etwas, was man klar erkennen kann und soll, wobei dieses Erkennen mit der Zeit noch tiefer und klarer werden soll. Eine gute Hilfe fördert die Selbsthilfefähigkeit der Klienten, weshalb sich noch Jahre nach der Inanspruchnahme verschiedener Hilfen tiefere Erkenntnisse und heilsame Prozesse ergeben können.

 

Zitate über Heilung

Durch Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt. | Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus täglich kleinen Sünden wider die Natur. Wenn diese sich gehäuft haben, brechen sie scheinbar auf einmal hervor. | Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.

Hippokrates von Kos, berühmtester Arzt des Altertums, 460 – 370 v. Chr.

Der Mensch enthält in sich alles Wissen und alle Weisheit, die zur Heilung erforderlich sind.

Paracelsus, schweiz.-österr. Arzt, Mystiker, Philosoph, 15./16. Jhdt.

Ich bringe denen die zu mir kommen nahe, dass ich ihnen ein Handwerkszeug entwickeln helfen kann, mit dem sie ihr Leben zu ihrer eigenen Genugtuung und Erfüllung gestalten können […] Es hat noch nie ein Arzt irgendjemanden von irgendetwas geheilt. Er hat nur die unbändige Neigung, das Potenzial zur Gesundheit unterstützt. Wer glaubt er könnte jemanden heilen ist größenwahnsinnig. Wir stehen dem [Anmerkung: dem Potenzial] entweder im Weg oder wir unterstützen es.

Wolf Büntig, dt. Arzt und Psychotherapeut, geb. 1937 [ii]

Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen.

Platon, gr. Philosoph, 5./4. Jhdt. v. Chr.

Es ist der Geist, der sich den Körper baut.

Friedrich Schiller, dt. Philosoph, Dichter, Lyriker, 1759 – 1805

Auch die Biomedizin stellt allmählich fest, wie groß die Auswirkung geistiger Prozesse auf unser Leben ist.

Prof. Fritz Henn, amerik. Psychiater und Biomediziner, * 1941 [i]

Quellen

[i] Wolf Büntig, ORF-Sendung »Im Zeitraum«, 23. 09. 2010

[ii] »Die Zeit« online, Juni 2006, http://www.zeit.de/2006/27/Die_heilende_Kraft_der_Beziehung

 

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