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Ich zeige Ihnen, wie Sie Angst und Panik ersetzen können durch innere Sicherheit und Gelassenheit.

Sie erhalten hier auch wichtige allgemeine Informationen über die Inanspruchnahme mentaler Hilfe.

 
 
 

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Ich helfe Ihnen besonders bei:
  • Angst ohne ersichtlichen Grund

  • Panikattacken

  • Angst in engen Räumen und Menschenansammlungen (Klaustrophobie)

  • Prüfungsangst, Lampenfieber, Redeangst

  • Angst vor Menschen (soziale Phobie)

  • Flugangst

  • Angst vor dem Tod.​​

Es gibt keine Wundermethoden

Auf der Suche nach psychischer Hilfe mag es schnell auffallen, dass viele Anbieter meinen, ihr Angebot sei »das beste«, »das wirksamste« oder »der Königsweg«. Besonders im Hypnosegeschäft wird Hilfesuchenden gerne gesagt, man könnte alle möglichen psychischen Probleme mit wenigen Sitzungen weg hypnotisieren.

Durch diesen Methoden-Kult entsteht für unerfahrene Menschen auch der falsche Eindruck, man könnte die Psyche bzw. ein psychisches Problem einzig und allein – abgetrennt vom Lebensalltag – in psychischen Sitzungen »flicken«. Dies ist jedoch nur in wenigen Fällen und auch meistens nur zu einem geringen Ausmaß möglich, so wie man beispielweise Autofahren niemals im theoretischen Unterricht allein lernen kann. Das eigentliche Feld der psychischen Entwicklung und Heilung ist der Lebensalltag selbst.

 

Das Leben erfordert Lernprozesse, die man nicht einfach billig umgehen kann. Eine gute psychische Hilfe kann diese Lernprozesse nicht ersetzen, sondern lediglich helfen, sie abzukürzen und zu erleichtern. In meinem Coaching zeige ich Ihnen, wie Sie den Alltag als Lernfeld zur Überwindung von Angst und Panik nützen können.

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Warum mentale Hilfe nicht immer wirkt

Vor einigen Jahren befreite ich mich selbst von einer diagnostizierten Angststörung und Depression. Auf meiner Suche nach Hilfe lernte ich den Psychomarkt gut kennen und musste feststellen, dass viele Angebote nicht so hilfreich sind, wie sie es sein sollten.

 

Es ist immer noch die Ansicht verbreitet, man könnte Psychologie allein in der Theorie lernen. Aber was kann man im Leben schon verstehen, ohne es zu erfahren? Die Psyche kann man nur durch tiefe Selbsterfahrungen der Gefühle und Emotionen erkennen, was wiederum nur durch bestimmte Lebenssituationen und deren Bewältigung möglich ist.

 

Zu bedenken ist jedoch auch, dass psychische Berater und Therapeuten meistens nur eine Hilfe zur Selbsthilfe geben können. Die beste mentale Hilfe bringt wenig oder überhaupt nichts, wenn sie nicht eigenverantwortlich angewendet wird.

 

Das beste Mittel gegen Angst

Das beste Mittel gegen Angst ist keine Methode und auch kein Medikament, sondern das Bewusstsein und der Körper eines jeden Menschen selbst.

 

Vielen Hilfesuchenden wird nicht beigebracht, direkt aus dem Körper und somit aus dem Nervensystem heraus zu »denken«. Dies ist jedoch deshalb so entscheidend, weil sich hierin der Schlüssel befindet, um das Unbewusste durch das Bewusstsein zu erreichen, oder anders ausgedrückt: Um die Reaktionen des Nervensystems durch das Bewusstsein zu steuern. In meinem Coaching bringe ich Ihnen diese natürliche Fähigkeit näher, womit Sie unabhängig werden von allen möglichen Methoden, die hilfesuchenden Menschen gerne als unverzichtbar angepriesen werden, um sich von Ängsten zu befreien.

 

Die Konfrontation angstauslösender Situationen wird beispielsweise oft als Königsweg zur Lösung von Angst und Panik angepriesen, während sie oft überhaupt nicht oder nur schwach und kurzfristig hilft. Wenn Sie jedoch die wirklichen Ursachen Ihrer Ängste erkennen, so kann es sein, dass die Konfrontation angstauslösender Situationen relativ einfach wird.

 

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Ursachen und Lösungen von Ängsten sind nicht nur persönlich

Oft heißt es, die Ursachen von Ängsten seien besonders unterschiedlich oder die menschliche Wahrnehmung sei rein subjektiv. Ja, es gibt immer persönliche Unterschiede. Aber die Psyche und das Leben sind nicht nur individuell, sondern basieren auch auf allgemeinen Prinzipien, die für alle Menschen gleich sind. Daher kann man zur Lösung von Ängsten immer auch auf allgemeine psychische Mechanismen zurückgreifen, unabhängig von den Situationen und Themen, die man persönlich als beängstigend wahrnimmt. Und deswegen haben so viele Betroffene das Gefühl, als sei es in die Befreiung nur ein kleiner Schritt, was im Grunde auch tatsächlich der Fall ist, egal ob es um einzelne Phobien, Panikattacken oder generelle Angst geht.

Übermäßige Angst – also Angst ohne reale Gefahr – entsteht, weil man unbewusst angstauslösende Vorstellungen und belastende Verhaltensmuster aufrechterhält. Ich zeige Ihnen, wie Sie diese Muster aufspüren und von heute auf morgen beginnen können, sie im Lebensalltag so zu verändern, um gelassener zu werden.

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Ihre Vorteile meines Online Coachings

  • Kein Zeit-, Kosten- und Energieaufwand für Fahrten.

  • Einfache Terminbuchung: Sie können selbst in meinem Terminkalender buchen und bequem online bezahlen.

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Angst und Ängste

Obwohl sich zwei Menschen äußerlich in ein und derselben Situation befinden, kann es sein, dass einer Angst hat, der andere nicht, denn Angst und andere Emotionen entstehen immer innerlich im Nervensystem eines Menschen durch die Art, wie er eine Situation oder bloße Gedanken wahrnimmt. Genau genommen gibt es nur eine einzige Angst, so wie es auch nur ein einziges Schuldgefühl und jeweils nur eine einzige Art von den anderen Gefühlen und Emotionen geben kann. Was jedoch unterschiedlich sein kann ist die Stärke eines Gefühls und der inhaltliche Auslöser, daher spricht man von »Ängsten« oder beim Ärger etwa von »Ärgernissen«.

 

Mit Ängsten sind also genau genommen gemeint, angstauslösende:

  • Situationen, die tatsächlich momentan gefährlich oder zumindest irgendwie problematisch sind, und die man entsprechend realistisch einschätzt bzw. wahrnimmt, und

  • Situationen oder Themen, die man sich – bewusst oder unbewusst – lediglich vorstellt, egal ob sie tatsächlich in der Zukunft real werden oder nicht.

 

Wie stark eine Angst wird, hängt also davon ab, wie man ­aktuelle und zukünftige (sich vorgestellte) Situationen aufgrund früherer persönlicher Erfahrungen wahrnimmt. Diese persönliche Wahrnehmung ergibt sich aus dem, was man – bewusst und unbewusst – über sich selbst im Zusammenhang mit der Außenwelt aufgrund früherer Erfahrungen »denkt«. Hilfesuchenden wird jedoch oft nicht gezeigt, was Gedanken überhaupt sind.

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Was Gedanken wirklich sind

Es ist altbekannt: Gefühle und Emotionen entstehen durch Gedanken. Gedanken sind Vorstellungen darüber, wie Situationen sind oder verlaufen werden, also genau genommen »innere Filme«. Bezüglich der Wirkung auf das Nervensystem kann man hier im Wesentlichen zwei Arten unterscheiden. Erstens: Flüchtige Vorstellungen, die man innerlich eher theoretisch beobachtet. Diese haben keine oder nur eine geringe Wirkung auf das Befinden. Zweitens: Vorstellungen darüber, wie Situationen verlaufen (werden), die man jedoch innerlich nicht nur theoretisch beobachtet, sondern wahrnimmt in dem Sinne, dass man sie mehr oder weniger ernsthaft und vom Körpergefühl her für »wahr hält« oder »glaubt«. Diese wirken sich – auch wenn sie unbewusst sind – unmittelbar auf das Nervensystem und somit auf das Gemüt aus, daher spricht man von Wahr-nehmung. Genau genommen sind hier Gedanke und Gefühl ein und dasselbe. Je klarer Sie spüren, wie unmittelbar sich bestimmte Vorstellungen und Verhaltenseinstellungen auf Ihr Nervensystem auswirken, umso direkter erreichen Sie Ihr Unbewusstes und umso einfacher kann es für Sie werden, sich von unnötig belastenden Zuständen zu befreien.

 

Unser wirkliches »Denken« ist ein inneres »Sehen« und Empfinden, weil wir die Welt innerlich durch Bilder und entsprechende Empfindungen wahrnehmen. Bewusst und unbewusst stellt sich der Mensch mehr oder weniger permanent vor, wie einzelne Situationen oder das Leben generell verlaufen werden und sollen. Und diese inneren Bilder können viele Schauplätze gleichzeigt enthalten, ohne dass es bewusst ist. Daher können Angst und Panik völlig unbewusst, aber dennoch nervlich aktiv sein. Man kann auch sagen: Der Mensch weiß nicht immer, was er eigentlich denkt.

 

Je mehr man sich diese inneren Verläufe so ausmalt, dass dabei unerwünschte Dinge passieren und man sich selbst dabei als machtlos betrachtet (Selbstbild), umso eher entsteht eine gefühlte Selbstwahrnehmung als ohnmächtig bzw. »in Gefahr«, worauf hin das Nervensystem mit Angst oder Panik reagiert. Bei der Angst vor Menschen beispielsweise drehen sich die inneren Filme vor allem darum, von anderen Menschen abgelehnt, ausgelacht oder verletzt zu werden, und nichts oder wenig dagegen tun zu können. Damit steigt automatisch das Verlangen nach äußerer Sicherheit. Die Toleranz gegenüber Unsicherheiten sinkt, zum Beispiel gegenüber (möglichen oder tatsächlichen) Ablehnungen.

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Warum Angst und Panik hartnäckig sein können

Wenn keine ernsthafte Gefahr besteht, man aber trotzdem Angst hat, so liegt es an den – eher unbewussten – Gedanken über sich selbst im Zusammenhang mit dem Äußeren, egal ob diese Gedanken momentan realistisch sind oder nicht. Diese Gedanken prägen die persönlichen Auffassungen von Situationen, deren Wahrnehmungen und somit die Empfindungen.

Zu diesen Vorstellungen gehören auch Absichten und Verhaltenseinstellungen. Ein Beispiel: Je mehr Perfektion man von sich selbst und anderen Menschen verlangt, umso mehr Stress und Versagensängste wird man erfahren. Dies umso mehr dann, je mehr man gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit als gering einschätzt (sich vorstellt), das Verlangte zu erreichen.

 

Die ursächlichen Gedanken von Angst und Panik enthalten – auch wenn es nicht bewusst und nicht real ist – im Wesentlichen Aussagen wie: »Die Situation ist schlecht und gefährlich. Ich bin ohnmächtig. Ich bewältige nicht … Andere Menschen sind gegen mich. Ich bin schlecht / ich bin falsch. Andere Menschen / die Welt ist überlegen. Ich muss vor der Situation / der Welt flüchten oder dagegen kämpfen! ...«

 

Die Hartnäckigkeit von Angst und Panik ergibt sich erstens daraus, dass es schwer fallen kann, die unmittelbare Wirkung dieser gewohnten Sichtweisen, Einstellungen und Verhaltensmuster auf das Nervensystem zu erkennen. Denn viele von uns kennen nur das oberflächliche, theoretische Denken, nicht hingegen das tiefere Denken aus dem Körpergefühl heraus. Auch die heutige Psychologie erscheint immer noch oft – obwohl man es eigentlich schon besser weiß – als sehr kopflastig, womit der falsche Eindruck entsteht, bei der Psyche gehe es hauptsächlich um den »Kopf«. In Wirklichkeit geht es vielmehr um die ganze Körper-Geist-Einheit. Und hierin besteht der zweite Grund, warum Angst- und Panikreaktionen hartnäckig sein können: Einmal angewöhnt, reagiert das Nervensystem übertrieben selbstläuferisch auf einzelne Gedanken.

 

Ein überwiegend glücklicher Lebenszustand ist im Grunde ein Zustand der Vorfreude und »Beobachtung«: Man erwartet (»sieht«), dass die Dinge zwanglos gelingen, also zum Beispiel, dass man akzeptiert wird, anstatt abgelehnt. Gleichzeitig hat man eine Gleichmütigkeit gegenüber möglichen Ablehnungen und sonstigen Problemsituationen. Die persönliche Wahrnehmung ist weniger von bedrohlichen, sondern eher von erwünschten oder zufriedenstellenden Vorstellungen darüber erfüllt, wie die Dinge verlaufen werden, auch wenn nicht immer alles perfekt sein wird. Und vom Verhalten her ist man nicht überwiegend angestrengt oder zwanghaft, sondern sanftmütiger oder gelassener. Man nimmt die Dinge nicht zu ernst und lässt Haltungen von Widerstand und Anstrengung wieder schneller los. Man lebt mehr im »Hier und Jetzt« und es besteht eine natürliche Robustheit gegenüber Unsicherheiten.

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Warum Ängste manchmal auch ohne direkte Gefahr sinnvoll sind

Ängste werden pauschal oft als rein innerliches Problem dargestellt. Dabei wird jedoch übersehen, dass es auch heute, in unserer modernen Zeit, reale Gefahren gibt, bei denen dann Angst zumindest kurzfristig sinnvoll und weise ist. Denn reale Gefahren sind auch äußerlich problematisch und ohne Angst würde der Mensch nicht rechtzeitig auf vermeidbare Gefahren und Leidenszustände reagieren. Daher ist es völlig natürlich, dass man bereits im Voraus entsprechende Empfindungen wahrnimmt, um rechtzeitig eine Änderung bei den nötigen Entscheidungen und Handlungen einzuleiten. Das trifft nicht nur auf Gefahren und Ängste zu, sondern auch auf andere unangenehme Situationen und entsprechende Emotionen wie etwa »Schaden und Schuld«, »Verlust und Trauer« oder »Grenzüberschreitung und Ärger«.

 

Außerdem gibt es nicht nur die Extreme »Gefahr« einerseits und »Sicherheit« andererseits, sondern eine große Bandbreite dazwischen. Das Leben ist für die meisten Menschen zu einem wesentlichen Teil eine Aufforderung zur Entwicklung, bei der man viele gute Möglichkeiten aus Unachtsamkeit und Unklarheit versäumen kann. So ergeben sich dann durch Versäumnisse entsprechende Fehlentwicklungen, Misserfolge, Enttäuschungen und Leidenszustände.

 

Durch das innere Sehen hat der Mensch die Fähigkeit, verschiedene Defizite und entsprechende Fehlentwicklungen zu erahnen. So spüren es viele Menschen beispielsweise, dass etwas nicht stimmig ist, dass etwas passieren könnte, dass etwas verändert werden sollte. Beispielsweise kann es sein, dass zwischenmenschliche oder lebenstechnische Kompetenzen nicht ausreichend entwickelt sind, was dann auch unweigerlich dazu führt, dass Dinge nicht so verlaufen, wie es der Fall sein könnte. Erkennt man dann die eigenen Anteile bzw. die eigene »Macht« nicht, die man eigentlich hätte, so nimmt man sich eher als Opfer der Umstände oder anderer Menschen wahr, was Ängste fördert.

 

Zustände der Unzufriedenheit und entsprechende Emotionen – sei es Sorge, Zweifel, Angst, Ärger, Trauer, Reue- oder Schuldgefühle –, dienen also von ihrem natürlichen Sinn her als Vorsichtgeber und Erkenntnishelfer, um rechtzeitig auf mögliche Defizite, Fehlentwicklungen und Gefahren aufmerksam zu werden, daher spricht man vom »Gefühlskompass«.

 

Hieran zeigt sich auch, warum es nicht immer genügt, Betroffenen zu sagen – was oft der Fall ist – sie müssten »die Kontrolle« aufgeben, um angstfrei zu werden. Ja, es ist wichtig, aus der »Anstrengung« herauszukommen, also aus einem Gemüt und Verhalten von »Flucht und Kampf«. Aber die Basis dafür ist ein natürliches Empfinden von »Selbsthoheit« oder Machbarkeit. Man spricht auch von Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und »Selbstwirksamkeit«. Dies ist im Grunde das Selbst und das entsprechende Körpergefühl, über die wichtigsten Fähigkeiten, die man für das Leben braucht, zu verfügen.

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3 allgemeine Schritte, um Ängste zu überwinden

1. Angstauslösende Vorstellungen erkennen bzw. innerlich identifizieren. Spüren lernen, wie unmittelbar sich diese Vorstellungen auf das Nervensystem auswirken. Meistens handelt es sich dabei um Vorstellungen, irgendwie in Unsicherheit oder Ohnmacht zu sein.

 

Der Wunsch nach Sicherheit bzw. die Angst vor Unsicherheit bezieht sich im Wesentlichen nur auf zwei Lebensbereiche:

  • Körperliche und lebenspraktische Sicherheit (»Existenz«): Arbeit, Einkommen, Behausung, körperliche Sicherheit.

  • Zwischenmenschliche Sicherheit: Andere Menschen an der Seite haben. Mit Mitmenschen gut auskommen. Anderen Menschen vertrauen können. Zugehörig und akzeptiert sein.

 

Die persönliche Wahrnehmung dieser beiden Lebensbereiche kann innerlich, also in der eigenen Welt der Vorstellungen, auch mit angstauslösenden Sichtweisen über gesamtgesellschaftliche, politische und religiöse Themen verbunden sein. Beispiele: »Das Böse ist stärker als das Gute. Die Welt ist ungerecht. Kann Ungerechtigkeit jemals ausgeglichen werden? Gibt es einen gerechten Gott?«

 

2. Realitätscheck und Entwicklung von Kompetenzen, Selbstvertrauen und Sinnhaftigkeitsempfinden. Wie ist meine Lebenssituation? Wo gibt es Defizite? Was nehme ich als unerledigt und ungeklärt wahr? Sind meine lebenspraktischen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten grundsätzlich ausreichend, um mit den Folgen meines Handelns (eher) zufrieden sein zu können? Wo gibt es erhebliche Lücken in meinen Kompetenzen, Verhaltensweisen und Umständen? Was sollte verändert werden? Wie ist die Arbeitssituation? Wie steht es um meine Beziehungsfähigkeit zu anderen Menschen? Habe ich es mit falschen Menschen zu tun? Grenze ich mich ausreichend ab? Isoliere ich mich andererseits selbst? Erkenne ich eigene Defizite? Nütze ich meine Fähigkeiten und Möglichkeiten? Lerne ich, was zu lernen ist? Erfüllen mich meine Werte und Bestrebungen mit Sinn und Freude?

 

3. Das Gemüt leichter werden lassen, auch wenn man die Dinge nicht als perfekt betrachtet: Gleichmütiger sein, aber nicht abstumpfen. Weniger von sich selbst, anderen Menschen und dem Leben verlangen, weniger angestrengt sein, keine unnötigen Widerstände aufbringen etc. Auch wenn man noch einige Dinge als unerledigt und unerreicht wahrnimmt – sowohl im persönlichen Leben wie auch kollektiv (»Weltschmerz«) –, so ist es eine eigene innere Fähigkeit, die Sicht auf die Dinge und die Einstellungen so zu ändern, damit man sich selbst weniger als ohnmächtig wahrnimmt, sondern grundsätzlich eher als gestaltungsfähig und »in Sicherheit«. Man sagt etwa auch, ein Schlüssel dazu sei die »Akzeptanz«. Durch die Entwicklung von Klarheit, Fähigkeiten und Selbstsicherheit sollte es möglich werden, weniger angestrengt ins Leben zu gehen, sondern zuversichtlicher, gelassener und beobachtender. Es sollte möglich werden, die Dinge nicht übermäßig ernst zu nehmen, sondern mehr geschehen zu lassen und ihnen mehr aus Neugier und Hingabe zu begegnen.

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Warum man Ängste nicht bekämpfen soll

Genau genommen ist es ein Widerspruch, Ängste zu bekämpfen oder besiegen zu wollen, denn in der Angst befindet man sich bereits in einem Zustand der Anstrengung. Man spricht auch von »Bemühung« oder »Anhaftung«. Es ist das Gegenteil einer Gemütshaltung der »Beobachtung«, des Gleichmutes, der vertrauensvollen Gelassenheit oder davon, die Dinge eher »geschehen zu lassen«. Es feuert die Angst nur noch mehr an, einen zusätzlichen Kampf gegen die Angst zu errichten.

 

Nervosität und Anstrengung können kurzfristig sinnvoll sein, zum Beispiel beim Lampenfieber, denn sie verhelfen, höhere Leistungen zu erbringen. Aber es ist auch nötig, die richtige Dosis zu finden, wieder loszulassen und zufrieden sein zu können. Daher ist beispielsweise der Perfektionismus nicht generell schlecht, wie es oft dargestellt wird.

 

Das Kämpfen kann auch in dem Sinne sinnvoll sein, sich bei dem Streben, sich zu entwickeln und Ängste zu überwinden, nicht aufzugeben. Aber gerade das Loslassen von Haltungen wie Anstrengung und Widerstand wären entscheidend, damit das Nervensystem weniger mit Angst reagiert. Aus psychischer Sicht ist es daher korrekter zu sagen, man würde Ängste lösen oder aufgeben. Man sagt etwa auch, man will »frei sein«, von Ängsten »befreit« werden oder von einem Leidenszustand »erlöst« werden.

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Warum Hypnose, Konfrontation, »Klopfen« und viele andere Verfahren oft nicht helfen

Die Anwendung von Methoden wirkt oft nicht, weil sie nur technisch irgendwie angewendet werden und weil die Situation des Hilfesuchenden nicht ganzheitlich genug betrachtet wird.

Die meisten Methoden sind lediglich Helfer bzw. Unterstützer für das, was in den meisten Fällen eigentlich nötig ist, um positive Veränderungen zu erreichen:

  • Ein tieferes Erkennen angstauslösender Muster in der Wahrnehmung und im Verhalten.

  • Diese Muster unterbrechen und ersetzen durch jene, die weniger Stress auslösen, sondern eher Zustände wie Gleichmut, innere Sicherheit oder Freude.

  • Entwicklung geistiger Klarheit über sich selbst, über das Wesen des Menschen generell und über wichtige Lebensthemen.

  • Entwicklung lebenspraktischer und sozialer Kompetenzen.

  • Sich das Leben im Äußeren so einrichten, um damit zufrieden sein zu können (lebenstechnisch und sozial).

Man kann noch so viel Konfrontieren, »Klopfen« oder sich hypnotisieren lassen: Wenn man nicht – zumindest unbewusst – den Spürsinn dafür entwickelt, worauf es ankommt, so kratzt man mit der bloß technischen Anwendung von Methoden an der Oberfläche. Erreicht man jedoch von innen her mehr Klarheit und Spürsinn, dann kann die Anwendung populärer Methoden wie Konfrontation, Klopftechniken oder Hypnose wesentlicher effektiver sein.

Gute Berater und Therapeuten pressen ihre Klienten nicht in ein Methodenschema hinein, sondern sie gehen individuell auf sie ein. Wenn man bei einem Klienten mit einer bestimmten Methode nicht weiter kommt, dann muss man sich als Anbieter etwas anderes einfallen lassen.

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Dürfen Mentaltrainer über Heilung sprechen?

Jeder Mensch darf über Heilung sprechen, aber man darf aus guten Gründen keine Heilversprechen abgeben und Nicht-Psychotherapeuten dürfen keine Konkurrenz zu psychotherapeutischen Angeboten betreiben. Es geht jedoch an der Realität des Lebens vorbei zu meinen, alle heilsamen Entwicklungen der Menschen würden ausschließlich auf die in Anspruch genommenen Psychotherapien zurückgehen.

In den meisten Fällen wird durch psychotherapeutische Begleitung keine völlige Ausheilung erreicht. Selbst wenn also ein Psychotherapiefall als erfolgreich beurteilt werden kann, so ist der Weg der Entwicklung und Heilung für den betreffenden Menschen deshalb nicht automatisch abgeschlossen. Viele Betroffene machen schließlich mit herkömmlichen psychotherapeutischen Angeboten aus verschiedenen Gründen keine guten Erfahrungen, während sie durch andere Wege besser weiter kommen, was dann in der Realität ebenso »Therapie« und »Heilung« ist.

 

Es ist heute sehr verbreitet, Menschen die Notwendigkeit von Behandlungen einzureden. Psychotherapie ist jedoch eher für Menschen vorgesehen, deren Situation eine besondere Schwere erreicht hat, nicht hingegen für weniger schwerwiegende Situationen.

 

Die gesetzliche Regulierung der Psychotherapie bringt spezifische Vorteile mit sich, aber beispielsweise auch den Nachteil einer gewissen Starrsinnigkeit bei den Ausbildungen und Methoden. Daher machen viele Psychotherapeuten inoffiziell im Laufe ihrer Tätigkeit etwas anderes, als sie in ihrer Therapieschule gelernt haben. Der gesetzliche Schutz der Psychotherapie hat etwa auch den Nachteil, dass viele Anbieter von Psychotherapie sich in diesem Schutz baden, während ihre Leistungen zu wenig nach Qualität kontrolliert werden und mangelhafte Leistungen kaum Konsequenzen nach sich ziehen.

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