Herzlich willkommen​

 

Hier erfahren Sie, wie man Angst und Panik ersetzen kann durch innere Sicherheit und Gelassenheit.

Sie erhalten hier auch wichtige allgemeine Informationen über die Inanspruchnahme mentaler Hilfe.

 
 

 

Was Ihnen psychische Hilfe geben kann und was nicht

Wenn Menschen zurückblicken und sich fragen, was ihnen psychisch wirklich geholfen hat, dann stellen sehr oft fest, dass es diese schnellen und besonders wirksamen Methoden nicht gibt, die von vielen Anbietern groß angepriesen werden.

 

Durch diesen Kult um Methoden entsteht für unerfahrene Hilfesuchende der Eindruck, man könnte Lösungen (einzig und allein) in psychischen Sitzungen erreichen. Dies ist jedoch nur in wenigen Fällen und auch meistens nur zu einem geringen Ausmaß möglich, so wie man beispielweise ein Musikinstrument nicht allein in den Unterrichtsstunden erlernen kann. Der Lehrer ist kein Zauberer, sondern nur ein Helfer und Wegweiser. Mehr können auch die meisten psychischen Helfer nicht sein, denn diese können nie so direkt in die Psyche und das Leben eines anderen Menschen eingreifen, wie Chirurgen in den Körper. Das eigentliche Feld der psychischen Entwicklung und Heilung ist der Lebensalltag selbst.

 

Es gibt auch kein Angebot, welches für jeden hilfesuchenden Menschen »der Königsweg«, »das beste«, »das wirksamste« oder »das schnellste« sei, wie es von vielen Anbietern behauptet wird. Das Leben erfordert Erfahrungen, Lernprozesse und Handlungen, die man durch Beratungs- und Therapiesitzungen nicht umgehen kann. Eine gute mentale Hilfe kann Ihnen diese Prozesse nicht abnehmen, sondern nur helfen, sie abzukürzen und zu erleichtern. In meinem Coaching zeige ich Ihnen, wie Sie den Alltag als Lernfeld zur Überwindung von Angst und Panik nützen können.

Offenbar glauben Menschen an sie, wie sie an Lourdes glauben – sie erwarten Wunder von der Psychotherapie.

Asmus Finzen, schweiz. Sozialpsychiater, geb. 1940

 

 

Die Lösung liegt in Ihnen

Das beste Mittel gegen Angst ist keine Methode und kein Mittelchen, sondern das Bewusstsein und der Körper eines jeden Menschen selbst. Niemand kann die Erkenntnis oder die Kräfte der Heilung in Sie hineinzaubern, sondern Ihnen nur bei etwas helfen, was nur Sie selbst meistern können.

 

Vielen Hilfesuchenden wird nicht beigebracht, die wirklichen Ursachen ihrer Ängste zu erkennen und zu lösen. Die Konfrontation angstauslösender Situationen wird beispielsweise oft als Königsweg zur Lösung von Angst und Panik angepriesen, während sie oft nicht oder nur schwach und kurzfristig hilft. Wenn Sie jedoch die wirklichen Ursachen Ihrer Ängste erkennen, so kann es sein, dass die Konfrontation angstauslösender Situationen relativ einfach wird. In meinem Coaching führe ich Sie an die wirklichen Ursachen heran, womit Ihnen auch die Lösungen besser gelingen.

Man kann einem Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.

Galileo Galilei, ital. Wissenschaftler, 1564 – 1642

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Ursachen und Lösungen von Ängsten sind nicht nur persönlich

Oft heißt es, die Ursachen von Ängsten seien besonders unterschiedlich oder die menschliche Wahrnehmung sei rein subjektiv. Ja, es gibt immer persönliche Unterschiede. Aber die Psyche und das Leben sind nicht nur individuell, sondern basieren auch auf allgemeinen Prinzipien, die für alle Menschen gleich sind. Daher haben so viele Betroffene das Gefühl, als sei es in die Befreiung nur ein kleiner Schritt, was im Grunde auch tatsächlich der Fall ist, egal ob es um einzelne Phobien, Panikattacken oder generelle Angst geht.

 

Übermäßige Angst – also Angst ohne reale Gefahr – entsteht, weil man unbewusst angstauslösende Vorstellungen und belastende Verhaltensmuster aufrechterhält. Ich zeige Ihnen, wie Sie diese Muster aufspüren und von heute auf morgen beginnen können, sie im Lebensalltag so zu verändern, um gelassener zu werden.

Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist.

Hermann Hesse

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Wer darf über Heilung sprechen?

 

Jeder Mensch darf über Heilung sprechen, aber man darf aus guten Gründen keine Heilversprechen abgeben und Psychotherapie im engeren Sinne darf nur nach Absolvierung bestimmter Ausbildungen angeboten werden.

Es geht jedoch an der Realität des Lebens vorbei zu meinen, alle psychischen Heilungen der Menschen würden ausschließlich auf herkömmliche psychotherapeutische Angebote zurückgehen. Diese Angebote helfen oft, aber auch oft nicht oder nur schwach. Die meisten Anbieter und Verbände sagen den Betroffenen, diese sollten sich immer nur an Psychotherapie wenden, aber sie bieten ihnen wenig, wenn Psychotherapie wirkungslos war. Betroffene werden dann oft fallengelassen wie heiße Kartoffeln.

 

Entweder ist ein Angebot nicht gut genug oder es ist zwar qualitativ gut, wird aber vom Klienten nicht ausreichend angenommen. Und auch in den erfolgreichen Fällen wird oft keine völlige Ausheilung erreicht. Der Weg der Entwicklung und Heilung ist dann für die betreffenden Menschen nicht abgeschlossen.

Die gesetzliche Regulierung der Psychotherapie bringt spezifische Vorteile mit sich, aber beispielsweise auch den Nachteil einer gewissen Einseitigkeit bei den Ausbildungen und Methoden. Daher machen viele Psychotherapeuten inoffiziell im Laufe ihrer Tätigkeit etwas anderes, als sie in ihrer Therapieschule gelernt haben.

 

Als ehemaliger Betroffener kann ich heute sagen, dass viele psychotherapeutische Angebote nicht so therapeutisch sind, wie sie es sein sollten, weil die entsprechenden Ausbildungen zu theoretisch sind und die Lebenswege der Bewerber zu wenig nach Eignung geprüft werden. Um die menschliche Psyche tief genug zu begreifen, ist die Theorie nicht immer ausreichend, es kann auch nötig sein, entsprechende Lebenssituationen zu bewältigen.

Psychotherapie hilft einigen, aber sie fügt vielen anderen Schaden zu. Diese entgegengesetzten Wirkungen heben sich bei Untersuchungen an großen Zahlen von Patienten gegeneinander auf.

Terence W. Campbell, amerik. Psychologe, 1943 - 2015

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Ihre Vorteile meines Online Coachings

  • Kein Zeit-, Kosten- und Energieaufwand für Fahrten.

  • Einfache Terminbuchung: Sie können selbst in meinem Terminkalender buchen und bequem online bezahlen.

  • Sie erhalten automatisch eine Rechnung per E-Mail.


Ich helfe Ihnen besonders bei:
  • Angst ohne ersichtlichen Grund

  • Panikattacken

  • Angst in engen Räumen und Menschenansammlungen (Klaustrophobie)

  • Prüfungsangst, Lampenfieber, Redeangst

  • Angst vor Menschen (soziale Phobie)

  • Flugangst

  • Angst vor dem Tod.​​

Buchen Sie ein gratis Erstgespräch oder eine von den anderen Möglichkeiten.

 
 
 

Angst und Ängste

Obwohl sich zwei Menschen äußerlich in ein und derselben Situation befinden, kann es sein, dass einer Angst hat, der andere nicht, denn Angst und andere Emotionen entstehen immer innerlich im Nervensystem eines Menschen durch die Art, wie er eine Situation oder bloße Gedanken wahrnimmt. Genau genommen gibt es nur eine einzige Angst, so wie es auch nur ein einziges Schuldgefühl und jeweils nur eine einzige Art von den anderen Gefühlen und Emotionen geben kann. Was jedoch unterschiedlich sein kann ist die Stärke eines Gefühls und der inhaltliche Auslöser, daher spricht man von »Ängsten« oder beim Ärger etwa von »Ärgernissen«.

 

Mit Ängsten sind also genau genommen gemeint, angstauslösende:

  • Situationen, die tatsächlich momentan gefährlich oder zumindest irgendwie problematisch sind, und die man entsprechend wahrnimmt, und

  • Situationen oder Themen, die man sich – bewusst oder unbewusst – lediglich vorstellt, egal ob sie tatsächlich in der Zukunft real werden oder nicht.

 

Wie stark eine Angst wird, hängt also davon ab, wie man ­aktuelle und zukünftige (sich vorgestellte) Situationen aufgrund früherer persönlicher Erfahrungen wahrnimmt. Diese persönliche Wahrnehmung ergibt sich aus dem, was man – bewusst und unbewusst – über sich selbst im Zusammenhang mit der Außenwelt aufgrund früherer Erfahrungen »denkt«. Hilfesuchenden wird jedoch oft nicht gezeigt, was Gedanken eigentlich sind.

Bewusstsein gibt es seiner Natur nach nur in der Einzahl. Ich möchte sagen: die Gesamtzahl aller Bewusstheiten ist immer bloß eins.

Erwin Schrödinger, bedeutender österr. Quantenphysiker und Nobelpreisträger, 1887 - 1961

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Was Gedanken wirklich sind

Es ist altbekannt: Gefühle und Emotionen entstehen durch Gedanken. Gedanken sind Vorstellungen darüber, wie Situationen sind oder verlaufen werden, also genau genommen »innere Filme«. Bezüglich der Wirkung auf das Nervensystem kann man hier im Wesentlichen zwei Arten unterscheiden. Erstens: Flüchtige Vorstellungen, die man innerlich eher theoretisch beobachtet. Diese haben keine oder nur eine geringe Wirkung auf das Befinden. Zweitens: Vorstellungen darüber, wie Situationen verlaufen (werden), die man jedoch innerlich nicht nur theoretisch beobachtet, sondern wahrnimmt in dem Sinne, dass man sie mehr oder weniger ernsthaft und vom Körpergefühl her für »wahr hält« oder »glaubt«. Diese wirken sich – auch wenn sie unbewusst sind – unmittelbar auf das Nervensystem und somit auf das Gemüt aus, daher spricht man von Wahr-nehmung. Genau genommen sind hier Gedanke und Gefühl ein und dasselbe. Je klarer Sie spüren, wie unmittelbar sich bestimmte Vorstellungen und Verhaltenseinstellungen auf Ihr Nervensystem auswirken, umso direkter erreichen Sie Ihr Unbewusstes und umso einfacher kann es für Sie werden, sich von Stress und Angst zu befreien.

 

Unser wirkliches »Denken« ist ein inneres »Sehen« und Empfinden, weil wir die Welt innerlich durch Bilder und entsprechende Empfindungen wahrnehmen. Bewusst und unbewusst stellt sich der Mensch mehr oder weniger permanent vor, wie einzelne Situationen oder das Leben generell verlaufen werden und sollen. Und diese inneren Bilder können viele Schauplätze gleichzeigt enthalten, ohne dass es bewusst ist. Daher können Angst und Panik nervlich aktiv, aber die geistige Ursache unbewusst sein. Man kann auch sagen: Der Mensch weiß nicht immer, was er eigentlich denkt.

 

Je mehr man sich diese inneren Verläufe so ausmalt, dass dabei unerwünschte Dinge passieren und man sich selbst dabei als machtlos betrachtet, umso eher entsteht eine gefühlte Selbstwahrnehmung als ohnmächtig bzw. »in Gefahr«, worauf hin das Nervensystem mit Angst oder Panik reagiert. Bei der Angst vor Menschen beispielsweise drehen sich die inneren Filme vor allem darum, von anderen Menschen abgelehnt, ausgelacht oder verletzt zu werden, und nichts oder wenig dagegen tun zu können. Damit steigt automatisch das Verlangen nach äußerer Sicherheit. Die Toleranz gegenüber Unsicherheiten sinkt, zum Beispiel gegenüber (möglichen oder tatsächlichen) Ablehnungen.

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Warum Angst und Panik hartnäckig sein können

Die ursächlichen Gedanken von Angst und Panik enthalten – auch wenn es nicht bewusst und nicht realistisch ist – Aussagen wie: »Die Situation ist schlecht und gefährlich. Ich bin ohnmächtig. Ich bewältige nicht. Andere Menschen sind gegen mich. Ich bin schlecht / ich bin falsch. Andere Menschen / die Welt ist überlegen. Ich muss vor der Situation / der Welt flüchten oder dagegen kämpfen ...«

 

Die Hartnäckigkeit von Angst und Panik ergibt sich erstens daraus, dass es schwer fallen kann, die unmittelbare Wirkung dieser gewohnten Sichtweisen und Einstellungen auf das Nervensystem zu erkennen. Auch die heutige Psychologie erscheint immer noch oft – obwohl man es eigentlich schon besser weiß – als sehr kopflastig, womit der falsche Eindruck entsteht, bei der Psyche gehe es hauptsächlich um den »Kopf«. In Wirklichkeit geht es vielmehr um die ganze Körper-Geist-Einheit. Und hierin besteht der zweite Grund, warum Angst- und Panikreaktionen hartnäckig sein können: Einmal angewöhnt, reagiert das Nervensystem selbstläuferisch auf bestimmte Gedanken bzw. Vorstellungen.

 

Ein überwiegend gelassener Lebenszustand ist im Grunde ein Zustand der Vorfreude und »Beobachtung«: Man erwartet (»sieht«), dass die Dinge zwanglos gelingen, also zum Beispiel, dass man akzeptiert wird, anstatt abgelehnt. Gleichzeitig hat man eine Gleichmütigkeit gegenüber möglichen Ablehnungen und sonstigen Problemsituationen. Die persönliche Wahrnehmung ist weniger von bedrohlichen, sondern eher von erwünschten oder zufriedenstellenden Vorstellungen darüber erfüllt, wie die Dinge verlaufen werden, auch wenn nicht immer alles perfekt sein wird. Und vom Verhalten her ist man nicht so sehr in der Anstrengung, sondern sanftmütiger oder gelassener. Man nimmt die Dinge nicht zu ernst und lässt Haltungen von Widerstand und Anstrengung wieder schneller los. Man lebt mehr im »Hier und Jetzt« und es besteht eine natürliche Toleranz gegenüber Unsicherheiten.

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Warum Ängste manchmal auch ohne direkte Gefahr sinnvoll sind

Ängste werden pauschal oft als rein innerliches Problem dargestellt. Dabei wird jedoch übersehen, dass es auch heute, in unserer modernen Zeit, reale Gefahren gibt, bei denen die Angst dann zumindest kurzfristig sinnvoll ist. Denn ohne Angst würde der Mensch nicht rechtzeitig auf reale Gefahren und Leidenszustände reagieren. Daher ist es völlig natürlich, dass man bereits im Voraus entsprechende Empfindungen wahrnimmt, um rechtzeitig eine Änderung bei den nötigen Entscheidungen und Handlungen einzuleiten. Das trifft nicht nur auf Gefahren und Ängste zu, sondern auch auf andere stressvolle Situationen und entsprechende Emotionen wie etwa »Schaden und Schuld«, »Verlust und Trauer« oder »Bösartigkeit und Ärger«.

 

Außerdem gibt es nicht nur die Extreme »Gefahr« einerseits und »Sicherheit« andererseits, sondern eine große Bandbreite dazwischen. Das Leben ist für die meisten Menschen zu einem wesentlichen Teil eine Aufforderung zur Entwicklung, bei der man viele gute Möglichkeiten aus Unachtsamkeit und Unklarheit versäumen kann. So ergeben sich dann durch Versäumnisse entsprechende Fehlentwicklungen, Misserfolge, Enttäuschungen und Leidenszustände.

 

Durch das innere Sehen hat der Mensch die Fähigkeit, verschiedene Defizite und entsprechende Fehlentwicklungen zu erahnen. So spüren es viele Menschen beispielsweise, dass etwas nicht stimmig ist, dass etwas passieren könnte, dass etwas verändert werden sollte. Beispielsweise kann es sein, dass zwischenmenschliche oder lebenstechnische Kompetenzen nicht ausreichend entwickelt sind, was dann auch unweigerlich dazu führt, dass Dinge nicht so verlaufen, wie es der Fall sein könnte. Erkennt man dann die eigenen Anteile bzw. die eigene »Macht« nicht, die man eigentlich hätte, so nimmt man sich eher als Opfer der Umstände oder anderer Menschen wahr, was Ängste fördert.

 

Zustände der Unzufriedenheit und entsprechende Emotionen – sei es Sorge, Zweifel, Angst, Ärger, Trauer, Reue- oder Schuldgefühle –, dienen also von ihrem natürlichen Sinn her als Vorsichtgeber und Erkenntnishelfer, um rechtzeitig auf mögliche Defizite, Fehlentwicklungen und Gefahren aufmerksam zu werden, daher spricht man vom »Gefühlskompass«.

 

Hieran zeigt sich auch, warum es nicht immer genügt, Betroffenen zu sagen – was oft der Fall ist – sie müssten »die Kontrolle« aufgeben, um angstfrei zu werden. Ja, es ist wichtig, aus der »Anstrengung« herauszukommen. Aber die Voraussetzung dafür kann sein, Selbstsicherheit zu entwickeln. Heute spricht man auch von »Selbstwirksamkeit«.

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3 allgemeine Schritte, um Ängste zu überwinden

1. Angstauslösende Vorstellungen erkennen bzw. innerlich identifizieren. Spüren lernen, wie unmittelbar sich diese Vorstellungen auf das Nervensystem auswirken. Meistens handelt es sich dabei um Vorstellungen, irgendwie in Unsicherheit oder Ohnmacht zu sein.

 

Der Wunsch nach Sicherheit bzw. die Angst vor Unsicherheit bezieht sich im Wesentlichen nur auf zwei Lebensbereiche:

  • Körperliche und lebenspraktische Sicherheit (»Existenz«): Arbeit, Einkommen, Behausung, körperliche Sicherheit.

  • Zwischenmenschliche Sicherheit: Andere Menschen an der Seite haben. Mit Mitmenschen gut auskommen. Anderen Menschen vertrauen können. Zugehörig und akzeptiert sein.

 

Die persönliche Wahrnehmung dieser beiden Lebensbereiche kann innerlich, also in der eigenen Welt der Vorstellungen, auch mit angstauslösenden Sichtweisen über gesamtgesellschaftliche, politische und religiöse Themen verbunden sein. Beispiele: »Das Böse ist stärker als das Gute. Die Welt ist ungerecht. Kann Ungerechtigkeit jemals ausgeglichen werden? Gibt es einen gerechten Gott?«

 

2. Realitätsprüfung und Entwicklung von Kompetenzen, Selbstvertrauen und Sinnhaftigkeitsempfinden: Wie ist meine Lebenssituation? Wo gibt es Defizite? Was nehme ich als unerledigt und ungeklärt wahr? Sind meine lebenspraktischen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten grundsätzlich ausreichend, um mit den Folgen meines Handelns (eher) zufrieden sein zu können? Wo gibt es erhebliche Lücken in meinen Kompetenzen, Verhaltensweisen und Umständen? Was sollte verändert werden? Wie ist die Arbeitssituation? Wie steht es um meine Beziehungsfähigkeit zu anderen Menschen? Habe ich es mit falschen Menschen zu tun? Grenze ich mich ausreichend ab? Oder isoliere ich mich selbst? Erkenne ich eigene Defizite? Nütze ich meine Fähigkeiten und Möglichkeiten? Lerne ich, was zu lernen ist? Erfüllen mich meine Werte und Bestrebungen mit Sinn und Freude?

 

3. Gleichmütiger werden, auch wenn nicht alles so ist, wie man es möchte. Weniger von sich selbst, anderen Menschen und dem Leben verlangen, weniger angestrengt sein, keine unnötigen Widerstände aufbringen. Auch wenn man noch einiges als unerledigt und unerreicht wahrnimmt – sowohl im persönlichen Leben wie auch kollektiv (»Weltschmerz«) –, so ist es eine eigene innere Fähigkeit, die Sicht auf die Dinge und die Einstellungen so zu ändern, damit man sich selbst weniger als ohnmächtig wahrnimmt, sondern eher als gestaltungsfähig und »in Sicherheit«. Durch die Entwicklung von Klarheit, Fähigkeiten und Selbstsicherheit sollte es möglich werden, weniger angestrengt ins Leben zu gehen, sondern zuversichtlicher, gelassener und beobachtender. Es sollte möglich werden, die Dinge nicht übermäßig ernst zu nehmen, sondern mehr geschehen zu lassen und ihnen mehr aus Neugier und Hingabe zu begegnen.

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Warum man Ängste nicht bekämpfen soll

Genau genommen ist es ein Widerspruch, Ängste zu bekämpfen oder besiegen zu wollen, denn sobald Angst aktiv ist, befindet man sich automatisch in einem Zustand der Anstrengung. Das ist das Gegenteil einer Gemütshaltung der »Beobachtung«, des Gleichmutes, der vertrauensvollen Gelassenheit oder davon, die Dinge eher »geschehen zu lassen«. Es feuert die Angst nur noch mehr an, einen zusätzlichen Kampf gegen die Angst zu errichten.

 

Nervosität und Anstrengung können kurzfristig sinnvoll sein, zum Beispiel beim Lampenfieber, denn sie verhelfen, höhere Leistungen zu erbringen. Aber es ist auch nötig, die richtige Dosis zu finden und gleichmütig sein zu können.

 

Das Kämpfen kann auch in dem Sinne sinnvoll sein, sich bei dem Streben, sich zu entwickeln und Ängste zu überwinden, nicht aufzugeben. Aber gerade das Loslassen von Haltungen wie Anstrengung und Widerstand wären entscheidend, damit das Nervensystem weniger mit Angst reagiert. Aus psychischer Sicht ist es daher korrekter zu sagen, man würde Ängste lösen oder aufgeben. Man sagt etwa auch, man will »frei sein«, von Ängsten »befreit« werden oder von einem Leidenszustand »erlöst« werden.

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Warum Hypnose, Konfrontation, »Klopfen« und viele andere Verfahren oft nicht helfen

Methoden wirken oft nicht, weil sie nur technisch irgendwie angewendet werden, und oft auch losgelöst von einem ganzheitlichen Verständnis der Situationen der Klienten.

 

Die meisten Methoden sind lediglich Helfer für das, was in den meisten Fällen eigentlich nötig ist, um positive Veränderungen zu erreichen:

  • Ein tieferes Erkennen angstauslösender Muster im eigenen Wahrnehmen und Verhalten.

  • Diese Muster unterbrechen und ersetzen durch jene, die weniger Stress auslösen, sondern eher Zustände wie Gleichmut, innere Sicherheit oder Freude.

  • Entwicklung geistiger Klarheit über sich selbst, über das Wesen des Menschen generell und über wichtige Lebensthemen.

  • Entwicklung lebenspraktischer und sozialer Kompetenzen.

  • Sich das Leben im Äußeren so einrichten, um damit zufrieden sein zu können (materiell und zwischenmenschlich).

 

Man kann noch so viel Konfrontieren, »Klopfen« oder sich hypnotisieren lassen: Wenn man nicht – zumindest unbewusst – den Spürsinn dafür entwickelt, worauf es ankommt, so kratzt man mit der bloß technischen Anwendung von Methoden an der Oberfläche. Erreicht man jedoch von innen her mehr Klarheit und Spürsinn, dann kann die Anwendung populärer Methoden wie Konfrontation, Klopftechniken oder Hypnose wesentlicher effektiver sein.

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